Ein Moment mit…
Prof. Andrea Luke

„Über meine Schulausbildung an einem neusprachlichen Mädchengymnasium führte mich der Weg in den Maschinenbau. Mit dem Studium in Hannover, der Promotion und Habilitation in Paderborn führte mich der Weg schließlich nach Kassel zur Professur in Thermodynamik.“

(1) An meiner jetzigen beruflichen Tätigkeit begeistert mich…
…die Möglichkeit zur Forschung — insbesondere experimentell — zu haben und diese mit jungen Menschen zu teilen.

(2) Eine Sternstunde meines bisherigen Werdegangs war für mich…
…die Möglichkeit in die Forschung von mehrphasigen Systemen tief einzudringen, zur Promotion angenommen worden zu sein sowie den Ruf zur Professorin und Lehrstuhlinhaberin an der Uni Kassel zu erhalten.

(3) Wenn ich auf meinen bisherigen Weg zurückblicke hat mich besonders geprägt…
…neben meinem familiären Umfeld, die stetige Unterstützung von akademischen Lehrern sowie das Interesse über mein Fach hinaus, das mir Halt in schwierigen Situationen gab.

(4) Wenn junge Frauen eine ähnliche Laufbahn einschlagen möchten wie ich, würde ich ihnen raten…
…sich rechtzeitig ein gutes Netzwerk aufzubauen und wirklich nur ein Thema zu wählen, das einen ausfüllt — Wissenschaft und Leben sind nicht immer zu trennen.

(5) Eine Herausforderung, die meiner Meinung nach auf dem Weg zur Geschlechtergerechtigkeit unbedingt noch bewältigt werden muss, ist…
…, dass Frauen sich viel mehr für Technik und dem MINT-Bereich interessieren und dass ihnen dieses Interesse nicht von klein auf ausgeredet wird.

Ich bin zuversichtlich, dass wir uns auf einem guten Weg zur Gleichstellung der Geschlechter befinden, wenn ich daran denke, dass…
…auf meiner Doktorurkunde die Vergabe des weiblichen Titels erst spezifiziert werden musste. Heute ist das zum Glück kein Thema mehr!

(6) Von den Gleichstellungsmaßnahmen der Universität Paderborn habe ich profitiert…
…, indem ich auf vielfältige Weise mit Berufungsverfahren konfrontiert wurde und so die Schwierigkeiten für mein Ziel, eine Professur bzw. in der Wissenschaft unabhängig tätig zu werden, hautnah erleben konnte — und so auf sie vorbereitet war.

(7) Mit meiner Zeit an der Universität Paderborn verbinde ich…
…die Zeit meiner wissenschaftlichen Ausbildung — von der Promotion bis zur Habilitation — in einem sehr prägendem „Nest-Klima“.

(8) Ich habe mich für eine Promotion an der Universität Paderborn entschieden, weil…
…die damalige Gesamthochschule Paderborn ein viel fortschrittlicheres Klima bot als eine klassische technische Universität.

(9) Für die nächsten 50 Jahre wünsche ich der Universität Paderborn…
…, dass sie weiterhin eine positive Provinzialität mit internationaler Ausstrahlung bewahrt.

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Dr. Katharina Brassat
Katharina Brassat arbeitet mit technischen Innovationen und lässt sich aktuell in München zur Patentanwältin weiterbilden, nachdem sie 2018 an der Universität Paderborn im Bereich der Nanotechnologie promoviert wurde.
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Dr. Christine Schwake-Anduschus
Christine Schwake-Anduschus ist wissenschaftliche Direktorin am Max Rubner-Institut und wurde 2008 an der Universität Paderborn zum Thema "Aufnahme von Antibiotika Rückständen durch Pflanzen" promoviert.
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