Rodehuth, Maria

Ein Moment mit…
Dr. Maria Rodehuth

„Mein wissenschaftlicher Hintergrund hat meine Tätigkeit als Geschäftsführerin deutlich geprägt. Ich umgebe mich gern mit qualifizierten, engagierten und lösungsorientierten Menschen. Bei den besten Entscheidungen stimmen nach Austausch aller Argumente Kopf und Bauchgefühl überein.“

(1) An meiner jetzigen beruflichen Tätigkeit begeistert mich…
…, dass fast täglich wechselnde Herausforderungen und viele Gesprächspartner*innen auf mich warten und ich viele Entscheidungen zu treffen habe – es also niemals langweilig wird. Wichtigste Basis dafür ist, dass ich sehr gern erfolgreich mit einem Team aus kompetenten, hochmotivierten Menschen strategisch und zugleich pragmatisch und flexibel arbeite.

(2) Mein aktueller Beruf passt perfekt zu mir, weil…
…ich die hohe Dynamik und die vielfältigen Aufgaben und Menschen, die das Veranstaltungsgeschäft mit sich bringt, wirklich liebe. Mit Blick auf die besonderen Problemstellungen der Pandemie bin ich froh, dass ich über sehr viel Erfahrung, Problemlösungsfähigkeit und ein tolles Team verfüge.

(3) Eine Sternstunde meines bisherigen Werdegangs war für mich…
...beruflich ist das schwer zu sagen, privat war es der Moment, in dem mein Mann und ich unseren Sohn adoptiert und zum ersten Mal gesehen haben. Heute ist mir bewusst, dass mir mein privates Glück sehr viel Kraft für die erfolgreiche Bewältigung der beruflichen Herausforderungen geschenkt hat, die dann auch mit mehreren beruflichen Sternstunden einhergingen.

(4) Wenn ich auf meinen bisherigen Weg zurückblicke hat mich besonders geprägt…
…, dass ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni erfahren habe, wie viel Freude professionelle Arbeit in einem Team intelligenter und zugleich sehr unterschiedlicher Menschen machen kann, die in höchstem Maße intrinsisch motiviert sind und mit gegenseitigem Respekt gern in einem Fachgebiet erfolgreich zusammenarbeiten.

(5) Wenn junge Frauen eine ähnliche Laufbahn einschlagen möchten wie ich, würde ich ihnen raten…
…neben der Fach- auch Führungskompetenz sowie ein professionelles Netzwerk aufzubauen. Wichtig ist nach meiner Erfahrung auch, sich selbst treu zu bleiben, mindestens eine Vertrauensperson zu haben und eine möglichst hohe Resilienz zu entwickeln. Jeder Frau mit Kinderwunsch empfehle ich außerdem, sich diesen in jedem Fall zu erfüllen.

(6) Im heutigen Universitäts- und Berufsalltag sind weibliche Vorbilder aus meiner Sicht wichtig, weil…
…ich im Rahmen eines Forschungsprojektes viele Interviews mit Frauen in Führungspositionen führen durfte und hierbei viel über mögliche Zusatzherausforderungen erfahren habe. Insofern ist es wichtig, weibliche Vorbilder zu haben, die idealerweise auch ihre Erfahrungen und ihr Selbstverständnis vorleben und weitergeben. Gleichzeitig würde ich mir wünschen, dass wir Frauen offener werden für "gute" männliche Vorbilder auf Vorgesetzten-, Kollegen- und auch Mitarbeitenden-Ebene. Ich glaube, dass wir die noch ausstehenden Entwicklungen eher bewältigen, wenn die richtigen Menschen, d. h. Frauen und Männer, mit einem entsprechenden Problembewusstsein aktiv bei diesem Thema zusammenarbeiten.

(7) Angesichts meiner Erfahrung als Berufstätige mit Care-Aufgaben habe ich folgende Unterstützungsmöglichkeiten als besonders sinnvolle Entlastung empfunden…
...einen Partner, für den mein engagiertes Berufsleben nie infrage stand, sondern der im Bedarfsfall immer gemeinsam mit mir eine Lösung gefunden hat.
...eine erstklassige Kindertageseinrichtung mit qualifizierten und liebevollen Erzieher*innen.
...tolle und zuverlässige Freund*innen, die sich bei Problemen gegenseitig helfen.

(8) Mit meiner Zeit an der Universität Paderborn verbinde ich…
…privat vor allem den Aufbau meines bis heute engsten Freundeskreises während meines Studiums. Meine Zeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin hat mich zudem fachlich und persönlich stark geprägt. Die intensiven Arbeitsphasen mit kompetenten Menschen und für mich persönlich beeindruckenden Vorgesetzten verbinde ich rückblickend mit guten Gefühlen. Gern besuche ich die Uni noch heute bei verschiedenen Anlässen.

(9) Für die nächsten 50 Jahre wünsche ich der Universität Paderborn…
…eine weiterhin so dynamische und gelungene Weiterentwicklung wie in den letzten Jahrzehnten – d. h. hochwertige Berufungen, erfolgreichen wissenschaftlichen Nachwuchs und umfangreiche Finanzmittel für Forschung und Lehre. Ganz persönlich wünsche ich mir zudem, dass die Universität mit ihrem nationalen und internationalen Publikum im Verlauf der kommenden 50 Jahre noch deutlich stärker als heute das Paderborner Stadtbild prägen wird.

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Kathrin Wunsch ist Postdoc am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Sie forscht im Bereich psychologischer Determinanten körperlich-sportlicher Aktivität und entwickelt mobile Gesundheitsapps. 2015 wurde sie an der Universität Paderborn zum Thema „Antizipative Handlungskontrolle“ promoviert.
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