Stadtsinfonien. Filmische Annäherungen 1921-2022

Wie erleben wir Stadt?

Das Film-Genre der Stadtsinfonie ist eng mit dem Tempo des technologischen Wandels zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts verbunden. Die Filme zeugen von den lyrischen und dynamischen Möglichkeiten des Mediums, die Stadt als Erlebnis- und Erfahrungsraum zu erkunden. Mit handlicheren Kameras nach dem Zweiten Weltkrieg entstehen neue Stadterkundungen, die die Kraft der Stadtsinfonien fortsetzten, aber dann oft auch nach dem persönlichen Ort im urbanen Raum suchen. Heute müssen Filmemacher*innen auf von digitalen Bildern, Filmen und Kameras dominierte Städte reagieren. Die Gründung der Universität verband sich mit einer Aufbruchstimmung, an die erinnert werden sollte. An öffentlichen Orten wurden von einer studentischen Gruppe spezifisch kuratierte Filmprogramme aufgeführt, die internationale Werke aus 101 Jahren zusammenbrachten, darunter Klassiker des Genres, Entdeckungen und Archiv-Funde. Mit der aus Paderborn stammenden Filmemacherin Ella Bergmann-Michel (1895-1971) wurde zugleich eine Pionierin der Stadtfilme vorgestellt. Eine Retrospektive ihres Werks wurde in der Galerie in der Reithalle gezeigt.

Unter Beteiligung des Kunstvereins Paderborn e.V., der Städtischen Galerie in der Reithalle und von Lichtblick e.V.